SOS Ö1

 

Ab Mai 2013 werden Nachtdienste der Sprecher bei Ö1 gestrichen.

Die Opern- bzw. Klassiknacht wird dann – zunächst nur am Montag – nicht mehr live moderiert werden. Das bedeutet nicht nur eine massive Einkommenseinbuße für die Sprecher und Sprecherinnen, die als Freie Mitarbeiter ohnehin zu den prekär Beschäftigten des ORF gehören. Es bedeutet auch, dass die Hörerinnen und Hörer nicht mehr live durch die Nacht begleitet werden. Die Ö1-Nachrichten werden in der Nacht durch Ö3-Nachrichten ersetzt.

Bis dato war Ö1 einer der wenigen Sender, die in der Nacht live für das Publikum da waren.

Anstatt die Honorare der Freien Sprecher auf ein faires Mindestmaß zu erhöhen (wie seit langem von den Freien Mitarbeitern gefordert), beschließt die Geschäftsführung Dienste zu streichen.

  • Das ist erst der Anfang von weiteren hörbaren Programmeinsparungen, die demnächst folgen sollen.
  • Schon jetzt hat Ö1 damit zu kämpfen, dass Programmbudgets gekürzt, Mitarbeiter reduziert und Sendungen wiederholt werden.
  • Wenn die Geschäftsführung weiterhin in dieser Form am Programm spart, wird es Ö1 in seiner jetzigen Form bald nicht mehr geben können.

SOS Ö1.

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3 Kommentare

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Ö1 spart bei SprecherInnen

Eine Befürchtung, die seit ein paar Wochen durch das Funkhaus gegeistert ist, hat sich nun bewahrheitet: Ö1 will bei Sprecherdiensten sparen, die Klassiknacht nicht mehr live senden (oder womöglich gar einstellen?) und in der Nacht die Nachrichten von Ö3 übernehmen. Bei Sendeunterbrechungen nachts oder am Wochenende wird es damit künftig, abgesehen von einer Konserve mit „Wir bedauern…“, auch keine detaillierte Information mehr geben. Und, für uns ganz wesentlich: unseren KollegInnen SprecherInnen, die alle nicht fix angestellt, sondern freie MitarbeiterInnen sind, wird damit ein wichtiger Teil ihres ohnehin geringen Einkommens wegfallen – und das sehr kurzfristig. Weiterlesen

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Reaktionen auf „Stimmen der Freien“

Aufgrund unserer Sammlung an Stimmen der freien ORF-MitarbeiterInnen über ihre Arbeitssituation und warum sie dennoch für den ORF arbeiten, sowie zur Solidaritätserklärung der Angestellten und der Situation des ORF generell sind gestern und heute einige Artikel erschienen: Weiterlesen

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Stimmen der Freien ORF MitarbeiterInnen zu ihrer Situation

Wir haben unseren KollegInnen zwei einfache Fragen gestellt:

1. Was bedeutet Deine prekäre Arbeitssituation beim ORF für Dich konkret?
2. Warum arbeitest Du trotzdem (noch) für den ORF?

Für mich bedeutet es täglich ein Gefühl der Demütigung, familiären Stress, gesundheitliche Schäden, wirtschaftliche Abhängigkeit – von Mann und Eltern  sowie  Erklärungsnotstand gegenüber meinen Kindern, ich zitiere: „Mama, warum hast du so wenig Geld, obwohl du immer so viel arbeitest?“ Weiterlesen

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2 Euro Stundenlohn und andere Erschütterungen

Die Boulevardzeitung „Augustin“ zitiert in ihrem Artikel „115 Euro für eine Woche Arbeit“ aus Erfahrungen von „freien“ MitarbeiterInnen österreichischer Medien, die bei einem Symposium der Katholischen Medienakademie im November 2012 berichtet wurden.

http://www.augustin.or.at/article2127.htm

Man sieht daran: Die Ö1 „Freien“ sind mit ihren Problemen nicht allein, allerdings ist das keineswegs tröstlich, sondern erschreckend. Wie soll so Qualitätsjournalismus Bestand haben?

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„Beschämende Zustände“

Wir haben in den vergangenen drei Tagen schon viel Post von unserern Hörer/innen bekommen.
Inhaltlich dominieren die Wertschätzung gegenüber unseren Sendungen, große Enttäuschung über die Zustände beim Öffentlich-rechtlichen Rundunk und der Appell an uns, nicht aufzugeben. Besonders interessant ist der Hinweis des Hörers Oliver M., wonach der ORF hier im „gesetzlichen Graubereich“ agiere.
Im Anhang haben wir einige Auszüge aus der Hörer/Innenpost, die uns via orffreie@gmail.com erreicht hat, zusammengestellt.
Trotz allem: Die Worte machen Mut!

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2013 soll uns mehr Glück bringen: Bitte um Unterstützung!

Ob Josef Friedrich Ebner oder Franz Strohmeier: Viele Ö1-Hörer/innen sind in den vergangen Tagen und Wochen von sich aus aktiv geworden und haben uns sowohl öffentlich unterstützt, als auch Protest-Mails an die Geschäftsführung geschickt. Seit Monaten erreichen das Ö1-Service Protestanrufe und -briefe. Einige Hörer/innen haben Ihre Mitgliedschaft im Ö1-Club gekündigt.

Von vielen Unterstützer/innen hat uns die Information erreicht, dass sie auf ihren Protest keinerlei Replik von Seiten der Verantwortlichen bekommen haben, was – gelinde gesagt – verwundert.

Wir, die Freien Mitarbeiter/innen des ORF, haben nun eine Mailadresse eingerichtet, unter der unsere Hörer/innen uns erreichen können.
Wir bitten nicht nur um Ihre Unterstützung, sondern wollen 2013 auch sicher gehen, dass Protestmails bei der ORF-Geschäftsführung einlagen und Gehör finden. Sie erreichen uns unter orffreie@gmail.com. Schicken Sie uns doch Ihre Solidaritätspost! Danke und ein schönes 2013.

Die Freien Mitarbeiter/innen des ORF

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