Archiv des Autors: scharlatanja

Keine wesentliche Verbesserung

Die Vertreterinnen der ORF FM haben bei den Verhandlungen zwischen Zentralbetriebsrat und Geschäftsführung als beratende Gäste teilgenommen und hatten kein Verhandlungsmandat. Insofern kann nur von einer Einigung zwischen der ORF Geschäftsführung und dem ORF Betriebsrat die Rede sein.

Der letzte Verhandlungstermin zwischen der ORF Geschäftsführung, dem Betriebsrat und den ORF FM war am Dienstag, den 21. Mai. Heute haben ZBR Moser und GF die „Einigung“ unterschrieben. Diese umfasst

  • die Wiedereinführung der 137h –Regelung für eine fix festgelegte Anzahl von FM
  • den Wechsel von einkommensteuerpflichtigen Autorenhonoraren auf      lohnsteuerpflichtige Gestalterhonorare für große Teile der FM des ORF      Hörfunks (kurzfristige Kettenverträge pro produzierter Sendung/Beitrag)
  • eine Erhöhung einiger Honorare um ca. 10 Prozent

Von einer wesentlichen Verbesserung der Situation der ORF FM kann nicht die Rede sein. Für die meisten FM bedeutet diese Erhöhung einen Zuverdienst von 100 bis 150 Euro brutto im Monat, bei einem durchschnittlichen Verdienst von 1000 bis 1500 Euro brutto bei hauptberuflicher Tätigkeit.

Die ORF FM haben bis zum Schluss darauf hingewiesen, dass die Freien MitarbeiterInnen nicht zufrieden sein werden, es ihre Situation nicht – wie gefordert – wesentlich verbessern wird und dass die Proteste so nicht zum Erliegen kommen werden.

Der BR geht davon aus, dass angesichts der schwierigen finanziellen Situation des Unternehmens, kein besseres Verhandlungsergebnis möglich war. Eine endgültige Lösung stellt dieses Verhandlungsergebnis sicher nicht dar.

Geschäftsführung, Stiftungsrat und Politik sind nach wie dazu angehalten, eine zufriedenstellende Lösung für die prekär beschäftigten ORF MitarbeiterInnen zu finden.

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„Beschämende Zustände“

Wir haben in den vergangenen drei Tagen schon viel Post von unserern Hörer/innen bekommen.
Inhaltlich dominieren die Wertschätzung gegenüber unseren Sendungen, große Enttäuschung über die Zustände beim Öffentlich-rechtlichen Rundunk und der Appell an uns, nicht aufzugeben. Besonders interessant ist der Hinweis des Hörers Oliver M., wonach der ORF hier im „gesetzlichen Graubereich“ agiere.
Im Anhang haben wir einige Auszüge aus der Hörer/Innenpost, die uns via orffreie@gmail.com erreicht hat, zusammengestellt.
Trotz allem: Die Worte machen Mut!

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2013 soll uns mehr Glück bringen: Bitte um Unterstützung!

Ob Josef Friedrich Ebner oder Franz Strohmeier: Viele Ö1-Hörer/innen sind in den vergangen Tagen und Wochen von sich aus aktiv geworden und haben uns sowohl öffentlich unterstützt, als auch Protest-Mails an die Geschäftsführung geschickt. Seit Monaten erreichen das Ö1-Service Protestanrufe und -briefe. Einige Hörer/innen haben Ihre Mitgliedschaft im Ö1-Club gekündigt.

Von vielen Unterstützer/innen hat uns die Information erreicht, dass sie auf ihren Protest keinerlei Replik von Seiten der Verantwortlichen bekommen haben, was – gelinde gesagt – verwundert.

Wir, die Freien Mitarbeiter/innen des ORF, haben nun eine Mailadresse eingerichtet, unter der unsere Hörer/innen uns erreichen können.
Wir bitten nicht nur um Ihre Unterstützung, sondern wollen 2013 auch sicher gehen, dass Protestmails bei der ORF-Geschäftsführung einlagen und Gehör finden. Sie erreichen uns unter orffreie@gmail.com. Schicken Sie uns doch Ihre Solidaritätspost! Danke und ein schönes 2013.

Die Freien Mitarbeiter/innen des ORF

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Auch ORF-Indianer kennen Schmerzen

Ö1-Kollege Johannes Kaup (Wissenschaft – Bildung – Religion) wurde gestern, am 17.12. 2012, mit dem Dr. Karl Renner–Publizistikpreis ausgezeichnet. Dieser wird alle zwei Jahre für hervorragende, langjährige journalistische Leistungen mit kritischer Haltung vergeben.
Bei der Preisverleihung sprach Johannes Kaup u.a. über journalistische Indianer, die demokratiepolitische Bedeutung und soziale Verantwortung des Journalismus im Allgemeinen und des ORF im Speziellen, sowie über die Situation der Freien Mitarbeiter/innen im Unternehmen. Weiterlesen

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Solidaritätserklärung der ORF_FM mit den MitarbeiterInnen von derstandard.at

Liebe der/die/dastandard.at – KollegInnen,

Euer Brief an Standard-Herausgeber Oscar Bronner, sowie die Solidaritätserklärungen von presse.com, kurier.at, der *mediengruppe*online*  und der Wiener Zeitung, führen deutlich vor Augen, dass arbeitsrechtlich äußerst fragwürdige Dienstverhältnisse und Unterbezahlung Teil des österreichischen Mediensystems sind und selbst so genannte Qualitätsmedien nicht davor zurück schrecken, JournalistInnen prekär zu beschäftigen.
Angesichts der von Euch geschilderten Beschäftigungsbedingungen ist es nur verständlich, dass Ihr „bessere Arbeitsbedingungen und gerechtere Entlohnung“ fordert.
Wir, die Freien MitarbeiterInnen des ORF, sind der Meinung, dass eine Demokratie Print-, Online-, Rundfunk- und Agentur-JournalistInnen braucht, die gerecht entlohnt und arbeitsrechtlich korrekt beschäftigt werden.
Solidarität!

Die Freien MitarbeiterInnen des ORF

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